Maria Dorothea von Württemberg
Ein Leben für Ungarn

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Unter diesem Titel fand am 17. November 2003 im neuen "Gemeindehaus" der Evangelischen Kirchengemeide Schafhausen (Dekanat Leonberg) ein Vortrag von Prof.Dr.K.Eberhard Oehler, einem ausgeweisenen Kenner der Biographie der Titelheldin statt.

Am gutbesuchten Abend der gemeindlichen Erwachsenenbildungsreihe "Bildung mit Schmatz" in Schafhausen (Kultur und Schmackhaftes) nahm als Mitveranstalter auch die Ungarische Evangelische Gemeinde in Württemberg teil.

Der Referent stellte kurzweilig und trotz vielerlei Anekdotenhaftem stets den Zusammenhang plastisch wahrend das beispielhafte Leben dieser württembergischen Prinzessin vor, die es als überzeugte und fromme Evangelische mit pietistischem Hintergrund, beileibe nicht leicht hatte im katholisch-erzkonservativen Hause Habsburg, wohin sie hineingeheiratet hat.

Als Gemahlin des Palatins Erzherzog Josephs, gelang es ihr, dabei durchaus unterstützt von ihrem Mann, die evangelische Burggemeinde auf der königlichen Burg von Buda(-pest) zu gründen, vielen Mitchristen zu helfen und sich so auch für ihre geliebten Ungarn einzusetzen. Nach dem Tod ihres Mannes für ihren Glauben abgestraft und aus Ungarn entfernt, erwies sie doch - die ihre Kinder in die Obhut "rechtgläubiger (katholischer) Erzieher" zu geben hatte - eine erstaunliche und beeindruckende Haltung an innerer Freiheit und Herzensgüte, die sie ihrem tiefen Glauben zu verdanken hatte. Sie starb 1854, doch ihr Gedächtnis lebt fort, mehr in Ungarn denn in Württemberg - vor allem aber in der Burggemeinde von Buda.

Prof.Oehler stellte auf dem Abend auch sein gerade erst erschienenes Buch mit gleichnamigem Titel vor und signierte einige Exemplare (Ernst Franz Verlag, Metzingen, 2003 - ISBN 3-7722-3036-9).

Der Verfasser
pg