Württembergi Magyar Protestáns Gyülekezet
Ungarische Evangelische Gemeinde in Württemberg

Lelkészi hivatal - Pfarramt: D-70184 Stuttgart, Gänsheidestr.9
lelkész - Pfarrer: Gémes István
T: 0711/2349529 - FAX: 0711/2349530 - eMail: istvan.gemes@t-online.de
lelkész - Pfarrer: Gémes Pál I.
T: 07033/544807 - FAX: 07033/544806 - eMail: pal.gemes@utitars.de

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JAHRESBERICHT 2001

1. ALLGEMEINE LAGE

Gott sei Dank verlief das Jahr 2001 - trotz aller Turbulenzen in der so kleingewordenen Welt - recht positiv. Die Statistiken am Ende des Berichtes deuten auf lebendiges Gemeindeleben in vielen Beziehungen. Die Hauptlast dieser Arbeit trägt weiterhin Pfr. István Gémes, mein Vater, trotz seiner nun 74 Jahren mit bewundernswerter Vitalität und einem unerschöpflichen Vorrat an Ideen. Ihm möchte ich zuvorderst danken. Gleicherweise sind auch die vielen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht zu vergessen, die von der Kuvertierung der monatlichen Einladungen angefangen bis zur Mitwirkung in den Gottesdiensten vielfältige aufgaben wahrnehemn und unser Gemeindeleben bereichern.

An den "Standbeinen" der Gemeindearbeit hat sich wenig verändert, außer dem neuen Schwung in der Jugend- / junge Erwachsenen-Arbeit. Das Gemeindeleben ereignet sich weitgehend auf den monatlichen Gottesdiensten in der Luther-Kirche (S-B.Cannstatt), bzw. Matthäus-Kirche (HN-Sontheim) und den darauffolgenden Agapen.

Eine verstärkte Zuwendung zu den überregionalen Verbindungen zwischen weiteren ungarisch-sprachigen Gemeinden im ganzen (west-)europäischen Raum ist die logische Folge der europäischen Integration und der vermehrten Aufmerksamkeit auch unserer Heimatkirchen, die der Migration ihrer Kirchenmitglieder in den ländern der EU mit gemischten Gefühlen verfolgen und denen wir Ansprechpartner sind und auch weiterhin sein wollen. Ich möchte dabei nicht verhehlen, daß m.E. die europäischen Kirchen (EKD und ELKiWü einbegriffen) die Chance noch nicxht wahrgenommen haben, die in der Tatsache verborgen liegt, daß sie auf ihrem Kirchengebiet bereits funktionierende, für Migranten als erste Anlaufstation bestens geeignete evangelische Gemeine haben. Dieses Potenzial sollte gefördert und nicht vernachlässigt werden, denn strukturell freischwebend, personell und finanziell von zufälligen Konstellationen abhängig sind diese Gemeinden mit diesen Aufgaben überfordert. Erste Anzeichen eines Umdenkens bei der EKD (s. "Bestandsaufnahme zur Situation von Gemeinden anderer Sprache und Herkunft .i D." v.Nov.2001) und in der württembergischen Landeskirche (AK "Statusfrage" des OKR und des Minikap) sind zu vernehmen, doch wäre ein energischeres und engagierteres Eintereten auch auf Synodalebene dringlich.

Wir bieten unsere Mitarbeit und unser Engagement an und sind für alle konstruktiven Vorschläge offen. Das ergibt sich auch aus unserem Selbstverständnis als ungarisch-sprachige Gemeinde in Württemberg, die eine muttersprachliche Ergänzung zu den Angeboten der örtlichen Parochialgemeinden leisten will. Deswegen habe ich auch Verantwortung im neugewählten Vorstand des MINIKAP übernommen.

  1. GOTTESDIENSTE

Zwei Predigtserien haben das Wort vermittelt: 1. "Mit Paulus ins neue Jahrtausend (Cannstatt), und 2. "Harte Worte Jesu" (Heilbronn). Für die in grosser Zerstreuung lebenden Gemeindeglieder ist der monatliche Gottesdienst immer noch der wichtigste Bezugsort. Erstaunlicherweise ist die Zahl der Teilnehmern sowohl in Stuttgart-Bad Cannstatt wie auch in Heilbronn wieder leicht gestiegen. Der Mesnerdienst wird seit 30 Jahren schon durch Jugendliche aus der Gemeinde geleistet, wie auch der Lektorendienst durch die KGRäte. Auch das Opfer der Gottesdienste lässt sich sehen.

3. KINDERGOTTESDIENSTE

Unter Leitung eines Kirchengemeinderates findet während des Gottesdienstes in Cannstatt jedesmal die Kinderkirche statt. Die Zahl der Kinder ist nicht sehr gross, doch haben sich auch in diesem Jahr mehr Eltern für die Sache interessiert. Es wächst auch die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeitern, so dass schon auch an eine Schulung der zukünftigen Mitarbeiter gedacht wurde.

4. WELTGEBETSTAG DER FRAUEN

Wie seit Jahren, Frauen aus der Gemeinde haben ihn vorbereitet, unter Anleitung von unserer Kirchen-gemeinderätin Frau Kinga Gyökössy-Rudersdorf. Das Opfer wurde an das Deutsche Weltgebetstag-Komitee weitergeleitet.

5. JUGEND- / JUNGE ERWACHSENENARBEIT

Nichts wächst so rapide bei uns, wie die Arbeit unter der Jugendlichen. 23mal hat sich der zahlenmässig gar nicht so grosse, doch sehr lebendiger Kreis getroffen. Lebensfragen stehen genauso auf der Tagesordnung, wie gemeinsame Untenehmungen, Mitwirken an Gottesdiensten, Mitarbeit in der Kinderkirche. Es ist für uns eine grosse Freude, dass viele "au-pair" Mädchen und Stipendiaten aus Ungarn und Siebenbürgen zu uns finden und im Gemeindeleben teilnehmen. Einige kommen schon von zu Hause so, dass ihr Ortspfarrer sie auf uns aufmerksam macht andere bekommen unsere Addresse von ihren Vorgängerinnen. Wir freuen uns über diese neue und wichtige Aufgabe.

6. HERBSTEVANGELISATION

Höhepunkt des Gemeindelebens war das in Oktober veranstaltete Evangelisations-Wochenende in Ludwigsburg. Diese 28.-ste von solchen Veranstaltungen ist von 70 Teilnehmern besucht und miterlebt worden und stand unter dem Gesamtthema: "Alles ist mir erlaubt! Ist mir tatsächlich alles erlaubt?" Ein Rundgespräch von vier Ärzten, einem Biochemiker und einem Theologen hat nicht nur für Wirbel gesorgt, es führte uns auch in die aktuellste Ethik-Debatten in der medizinischen Forschung und Praxis hinein.

7. GEMEINDEBESUCHE UND AUSFLÜGE

Eine grosse Gruppe hat während der Pfingstfeiertage eine 3-tägige Reise nach Paris gemacht. Es war wichtig, dass man dort die verwaiste ungarisch-sprachige evangelische Gemeinde traf. Mit unserem Pfarrer István Gémes haben wir mit ihnen einen gemeinsamen, sehr gut besuchten Gottesdienst gestaltet, das in einem fröhlichen Nachmittags-Beisammensein endete, an dem auch viele Mitglieder der dortigen ungarischen katholischen Gemeinde teilgenommen haben. Ein zweiter Wochenend-Ausflug hat uns nach Passau geführt. Dortige Hauptattraktion war die sehr schöne Ausstellung "Bayern - Ungarn, 1000 Jahre der Beziehungen".

 

8. UNGARISCHER NATIONALFEIERTAG

Der Nationalfeiertag am 18. März stand in Händen der Jugend: 15 Schüler mit drei Lehrern des Evang Lyzeums in Sopron haben das ganze Programm geliefert. Im Rahmen des Festes hielt der Generalbotschafter der Republik Ungarn, Herr Gergely Pröhle die Festrede und überreichte in Anwesenheit des ungarischen Generalkonsuls Tamás Mygdo (Stuttgart) im Namen der ungarischen Regierung Herrn Staatssekretär Wabro und Dr. Strieber, Vorsitzender des Deutsch-Ungarischen Gesellschaftes hohe staatliche Auszeichnungen.

9. HILFSAKTIONEN

Anlässlich des Nationafeiertages ist spontan eine Sammlung veranstaltet worden zugunsten der Opfer der Überschwemmungen durch die Tisza (=Theiss) in Ungarn und in der Ukraine. Sie erbrachte 2.500,00 DM, die wir an den Ökumenischen Hilfsdienst in Budapest überwiesen haben. Für den Aufbau eines evangelischen Kindergartens in der Bánát (Jugoslawien) und für Restaurierungsarbeiten in der Slowakei haben wir mit kleineren Spenden weitere sehr notwendige Projekte unterstützt.

10. ZUSAMMENSCHLÜSSE, KONFERENZEN

Im Laufe des Jahres haben sich mehrere, im westeuropäischen Raum lebende evangelisch-lutherische wie auch reformierte Gemeinden ungarischer Sprache zu einem Verband zusammengeschlossen. Ziel des Verbandes ist die bessere Koordination der Arbeit unter der in Westeuropa lebenden ungarisch-sprachigen Menschen und die Vertretung der Gemeinden der deutschen, ungarischen und anderen Kirchenbehörden gegenüber.

Auf Einladung der Evang.Lutherischen Kirche in Ungarn hat sich im August ein Kooperationsrat gebildet. Einladungen haben die Ung.Luth.Kirche Augsb.Bekenntnisses in Rumänien, die Ung.Ev.Luth.Kirche in Serbien, die Ung.Ev.Luth.Kirchenkoferenz in den USA und unsere AG Ung.Ev.Luth.Seelsorger im Ausland erhalten. Das Dokument hat in unserem Namen Pfr. Pál I. Gémes (Schafhausen) unterzeichnet.

Unsere AG hat im September in Ludwigsburg ihre diesjährige theologische Tagung gehalten. Leitung stand unter Pfr. Pál I. Gémes.

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11. ULM-DIETENHEIM-HEIDENHEIM Pfr. PÁL VARGA

  • Am 17. September hat unsere Gemeinde ihr 20-jähriges Jubileum mit einem Dankgottesdienst gefeiert. Unsere Gäste waren u.a. Bischof dr. Kálmán Csiha, Ungarische Reformierte Kirche in Siebenbürgen, Pfr. H.von Bose, Diakonisches Werk Stuttgart, Pfr.i.R. István Gémes und Abordnungen von den benachbarten ungarischen Gemeinden.
  • Der Kirchenvorstand tagte viermal und hat das Gemeinde-Jubiläum vorbildlich vorbereitet.
  • Pfr. Pál Varga hat Vertretungen in Nürnberg, München und Paris übernommen, wie auch in Köln, Komárom (Slowakei) und Székelyudvarhely (Siebenbürgen, Rumänien).
  • Das Gemeindeblatt "A Hal" erscheint weiterhin um die Gemeindeglieder über die Gemeindetätigkeit zu informieren.
  • Unsere Patengemeinde, die reformierte Kirchengemeinde in Székelyudvarhely (Siebenbürgen) wird von uns regelmässig unterstützt dort wird ein neues Gemeindehaus gebaut. Mit einer 9-köpfigen Gruppe (3 Ungarn, 6 Deutsche) haben wir sie dieses Jahr besucht.
  • Wir pflegen gute Kontakte zu der Ortsgemeinde in Dietenheim und zu anderen ausländischen Gemeinden.
  • 12. Unsere Dienste ausserhalb der Gemeinde

    Pfr. Pál I. Gémes

    Pfr. i.R. István Gémes:

    Stuttgart, 22.01.2002.

    Pfr. Pál I. Gémes


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